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Da haben wir nun endlich eine interessante, in einem sich entwickelnden Markt gut platzierte Firma und dann hat man fälschlicherweise und dies sei betont, es ist nicht die Mehrheit, fälschlicherweise hat man den Eindruck, dass außer Kritik und Negativäußerungen in der Öffentlichkeit nichts ankommt. Nochmals, auch wenn dies einige nicht wahr haben wollen und versuchen dies lautstark schlecht zu machen: Zunächst geht es um die Realisierung eines Gewerbegebiets, nichts anderes wurde bisher beschlossen. Dies ist keine neue Entscheidung, sie wurde bereits vor 15 Jahren getroffen und aktuell nur bestätigt. – bisher ist nicht viel mehr passiert. Schauen Sie sich um, welche Unternehmen mit einer gewissen Größe haben sich in den letzten 20 Jahren in den Nachbargemeinden angesiedelt, welche Chancen haben wir also? Noch dazu an dieser exponierten Lage. Eine Spedition könnte ich monatlich ansiedeln, aber ist dies wirklich eine Alternative? Und wie viele von Ihnen trauern heute noch der möglichen Ansiedlung von John Deere nach? – können wir uns eine 2. Chance entgehen lassen? – bekommen wir eine dritte Möglichkeit? Oder trauern wir in einigen Jahren wieder? Und um was geht es eigentlich konkret? Es geht um die Ansiedlung einer Firma, um das internationale Hauptquartier, mit derzeit rund 150 Arbeitsplätzen und einem Businessplan dies auf 400-500 Arbeitsplätze zu erhöhen. Diese Firma möchte, auch im ihre Produkte unmittelbar am neuen Hauptquartier zeigen zu können, einen Solarpark dazu, ich betone dazu, bauen. Und da frage ich Sie, was könnte neben dem Friedhof eigentlich verträglicher sein. Für Neulußheim könnte dies die Zukunft in vielerlei Hinsicht bedeutet. Nehmen sie die aktuelle Situation in der sich die Gemeinden und insbesondere auch Neulußheim befinden. Wir müssen die Ertragskraft unseres Verwaltungshaushalts deutlich steigern, auch um uns vom volatilen kommunalen Finanzausgleich unabhängiger machen. Schulden belasten dabei nur unsere Kinder, deshalb ist es in unserer Verantwortung Neulußheim so aufzustellen, dass auch unsere Kinder noch in einer liebenswerten Gemeinde leben können. Aktuell diskutieren wir daher beispielsweise die Kosten des Blausees, der Musikschule, des Häckselplatzes, zahlreich weiterer freiwilliger Angebote. Um diese Angebote weiter aufrecht erhalten zu können, reicht es nicht Ausgaben zu senken, wir müssen auch die Einnahmen der Gemeinde erhöhen. Dieses Gewerbegebiet und insbesondere die Ansiedlung dieser Firma gibt uns diese Möglichkeit. Und dabei ist mir wichtig hervorzuheben, dass wir das Gelände nicht verschenken oder verschleudern, sondern dass das Gelände größtenteils für einen jährlich sechsstelligen Betragin Form einer krisensicheren Erbpacht, einem somit von der Konjunktur unabhängigen sechsstelligen Betrag, verpachtet wird. Dies bedeutet Zukunft für Neulußheim, gesicherte Einnahmen und für die nächste Generation einen regenerierten Boden für neue Projekte zu hinterlassen. Denn dann steht das Gelände wieder zur Verfügung und ist nicht wie in vielen Gewerbegebieten von Bauruinen geprägt. Somit bleibt die Frage: Können und Wollen wir uns weiterhin diesen vermeintlich schönen Anblick eines Ackergeländes leisten. – was ist der Preis dafür? Und man fragt sich, was hier von Landwirten bekämpft wird. Von Landwirten, welche selbst nur wenige Arbeitsplätze bieten, welche selbst erhebliche Subventionen von der EU bekommen, denen das Land selbst nicht gehört, deren Gemarkung zum Teil gar nicht betroffen ist, denn die Aussage, dass es bis zum Reilinger See geht ist schlicht eine Lüge. Also Landwirte, die zum größten Teil gar nicht betroffen sind und die teilweise die Ökologie vorschieben, selbst aber hochwertigen Golfrasen anbauen und Boden abtragen und um dem Ganzen die Krönung aufzusetzen, die vor wenigen Monaten noch eine Erweiterung eine Verdoppelung dieses Gewerbegebiets mitgetragen haben. Mit den nun verbreiteten Halbwahrheiten wird bewusst falsch informiert, die Öffentlichkeit getäuscht. Der Einzige der hiervon betroffen ist und berechtigt Flagge zeigen darf, ist der Neulußheimer Landwirt Hubert Merz. Und aus diesem Grund stehe ich mit ihm von Anfang an in sehr regem Austausch und habe ihm meine Unterstützung und Hilfe zugesagt, damit auch möglichst seine Anliegen berücksichtigt werden. Von daher bin ich mir auch sicher, dass unsere persönlichen Absprachen Bestand haben werden. Wir sind einen Schritt voraus, vor unseren Mitbewerbern, den anderen Gemeinden, welche nun zahlreiche Angebote an Wirsol erarbeiten. Auch wenn diese nun gezielt gegenüber Wirsol darauf abzielen, dass die Landwirte hier große Fragen aufwerfen, wir stehen zu unserem Wort, so wie wir sicher sind, dass auch die Firma ihre Zusagen hält. Und wenn dies der Fall ist, dann werden wir alles geben, um Wirsol unter den aktuellen Voraussetzungen nach Neulußheim zu holen. Dabei sind sich Gemeinderat und Bürgermeister in ihrer Entscheidung der Verantwortung bewusst, dass dies ein sehr exponiertes und emotional belegtes Gelände ist. Aber wir haben auch die Gesamtinteressen Neulußheims zu vertreten, zu bewerten und abzuwägen. Den Eid haben auf das Wohl der Allgemeinheit geschworen, auf das Wohl der Allgemeinheit und nicht auf das Wohl Einzelner. Und genau diesem Auftrag werden wir nachkommen, daran werden wir uns orientieren und uns nicht von Einzelmeinungen unter Druck setzen lassen. Zum Wohl der Allgemeinheit, um Gewerbesteuer und Arbeitsplätze zu bekommen, um eine krisensichere Einnahme in Form der Erbpacht, um eine verträgliche Lösung für unseren Friedhof zu haben und um die Zukunft der Gemeinde zu sichern. Dafür werden wir kämpfen. |